Pressespiegel

Aus der FUK - Hannover

Bericht über die Feuerwehr Delmenhorst aus der FUK-Hannover
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Aus dem Weserkurier vom 05.01.2015

Freiwillige Feuerwehren leiden unter Personalsituation

 05.01.2015 

Auf einen Berufsfeuermann im Einsatz kommen in der Stadt Delmenhorst zehn Freiwillige Feuerwehrleute. Das zeigt den Stellenwert der drei Freiwilligen Feuerwehren, für die es immer schwieriger wird, neue Mitglieder zu finden

 

Das vielfältige Freizeitangebot, die wirtschaftliche Gesamtsituation in der Stadt, die Interessen der Arbeitgeber und die fehlende Attraktivität eines Ehrenamtes, das viel Zeit und Ausbildung in Anspruch nimmt – das alles lässt den Leitspruch „Gott zur Ehr‘ dem Nächsten zur Wehr“ offenbar zunehmend verblassen.

Die wirtschaftliche Lage in der Stadt Delmenhorst, sie hinterlässt bereits ihre Spuren. So bemerken die Freiwilligen Feuerwehren, die sowieso schon Probleme haben, neue Mitglieder zu gewinnen, dass ihnen die jetzigen abhanden kommen. Weil diese Freiwilligen ihren Hauptberuf in Delmenhorst nicht mehr ausüben könnten. „Selbst ein Bäcker findet in dieser Stadt keinen Job mehr, wenn er vernünftig bezahlt werden will. Wir haben einen in unseren Reihen, der geht jetzt nach Hannover“, sagt Detlef Cordes, stellvertretender Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Süd.

Diverse Probleme plagen die Wehren

Cordes spricht damit eines von diversen Problemen an, mit denen die ehrenamtlichen Wehren verstärkt zu kämpfen haben. Für Axel Sanders und Marcus von Weyhe, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Stadt und Hasbergen, stellt sich die Situation kaum anders dar, wie sie im gemeinsamen Gespräch betonen.

Weil die beruflichen Perspektiven für die Männer und wenigen Frauen in den Wehren fehlen, ziehen sie weiter, verlassen sie Delmenhorst. Bei der Feuerwehr Stadt, die knapp über 100 aktive Mitglieder hat, gehen rund zehn jährlich, bei der Feuerwehr Süd sind es drei von 30 und in Hasbergen etwa fünf von 50. Das zeigt: Allein zehn Prozent der Mitglieder müssen regelmäßig hinzugewonnen werden, um allein den Status Quo halten zu können.

Nach wie vor ist insbesondere bei sogenannten Großschadenslagen entscheidend, dass im Falle einer Alarmierung genügend Einsatzkräfte mobilisiert werden können. Denn laut Sanders gilt: „Der Job geht natürlich vor.“ Nicht jeder Chef einer kleinen Firma und nicht alle Kunden dieser Firma haben heutzutage Verständnis dafür, wenn der Handwerker alles stehen und liegen lässt und zum Einsatz braust. „Deshalb brauchen wir höhere Mitgliederzahlen, um die Ausfälle abzudecken“, betont Sanders.

Stetig wachsende Aufgaben

Einen weiteren Aspekt, warum dringend neue Leute benötigt werden, nennt von Weyhe mit dem „stetig wachsenden Aufgabengebiet“. Die Ausbildung eines Freiwilligen Feuerwehrmannes oder einer -frau erfordere heute einen viel höheren Zeitaufwand als noch vor zehn Jahren. Den zu investieren, dazu sei nicht jeder bereit und manche könnten es aufgrund ihrer familiären oder beruflichen Situation auch gar nicht. Und doch biete die Feuerwehr jedem „eine hochsinnvolle Aufgabe“, wie Sanders findet.

„Wir produzieren keine Sicherheit auf Halde, sondern bereiten uns darauf vor, eingesetzt zu werden“, fügt Sanders hinzu. Und Cordes meint: „Das ist nicht nur ein Hobby, das wir betreiben. Man muss das als zweiten Beruf sehen.“ Wenn auch als teilweise lebensgefährlichen. Deshalb unterstreicht Sanders: „Das hat mit Romantik nichts zu tun, wir arbeiten auf einer hochprofessionellen Ebene.“ Denn die Geschädigten würden und dürften erwarten, dass sie keinen Qualitätsunterschied zu einer bezahlten Berufsfeuerwehr feststellen.

Erscheint die Feuerwehr am Einsatzort, könnten die Bürger Berufs- und Freiwillige Feuerwehr nicht unterscheiden. „Sie registrieren nicht, dass da ehrenamtliche Einsatzkräfte am Werk sind“, sagt Sanders. Das sei zwar so gewollt, weil sich alle Wehren der Stadt als „Feuerwehr Delmenhorst“ verstehen und sich unter dieser Bezeichnung präsentieren, führe aber unter Umständen dazu, dass vergessen wird, dass es ehrenamtliches Engagement braucht, um den Apparat am Laufen zu halten.

Freiwillige unverzichtbar

Denn, das wissen die drei Feuerwehrmänner nur zu gut, die Stadt wird niemals genügend Geld haben, um den Bedarf nur mit Berufsfeuerwehrleuten abzudecken. Ohne die Bereitschaft von Freiwilligen funktioniert der Brandschutz in der Stadt ebenso wenig in den Nachbarkommunen.

Freiwillige Feuerwehren, auch darin sind sich die drei einig, stellen einen Schnitt durch die Bevölkerung dar – vom Akademiker über den Handwerker zum Arbeiter . „Die Mischung macht es aus“, findet Sanders. Und der Altersdurchschnitt sei relativ niedrig, in Süd bei etwas mehr als 25 Jahren, in der Stadt und in Hasbergen zwischen 27 und 29 Jahren. Zum Vergleich: Die Hälfte der Berufsfeuerwehrleute in Delmenhorst ist über 50 Jahre alt.

Aber er und seine Kollegen wissen auch, dass die Aussicht auf eine abwechslungsreiche und fordernde Ausbildung, auf eine Gemeinschaft, ja eventuell sogar den Führerschein, gerade in den Augen junger Leute kaum noch motivierend sind. „Allein, was es mittlerweile alles gibt, um sich die Freizeit zu vertreiben“, sagt Marcus von Weyhe und blickt auf die Vergangenheit, wo es insbesondere auf dem Dorf eine Selbstverständlichkeit war, dass junge Männer wie ihre Väter bei der Feuerwehr waren. Eine Zeit, in der der Leitspruch „Gott zur Ehr‘ dem Nächsten zur Wehr“ in Holz gebrannt oder Zinntellern geritzt an den Wänden zahlreicher Wohnzimmer hing.

Wenn schon Gott zur Ehr nur wenige zum Feuerwehrdienst zu bewegen sind, dann sollte die Stadt Delmenhorst für entsprechende Anreize sorgen. „Die dürfen natürlich nicht der Grund sein, warum jemand in die Feuerwehr eintritt. Die Überzeugung muss da sein, sie ist das Wichtigste “, stellt Sanders klar, aber es gehe um eine kleine Aufmerksamkeit. Die die Kommune gar nicht viel kosten muss. Sei es vergünstigter Eintritt in die städtische Grafttherme, eine Zusatzversicherung oder hier und da ein Preisnachlass.

Anreize schaffen

„Das steht alles im bereits im vor Jahren beschlossenen Brandschutzbedarfsplan“, sagt von Weyhe. Einzig umgesetzt ist in diese Richtung bislang nichts. Daher war beispielsweise die Feuerwehr Hasbergen so hinterher nach einem neuen Domizil, zumal die Zustände im alten Feuerwehrhaus auch das eine oder andere potenzielle Neumitglied abgeschreckt haben dürften.

Verschreckt waren auch die Freiwilligen Feuerwehren, als sie von der Stadt einst den Ehrenamtspass als Anerkennung bekommen haben. „Das war eine echte Nullnummer“, findet Marcus von Weyhe, der erzählte, dass der freie Eintritt für den Wasserturm nicht bei allen gut ankam. Auch sollen bereits abgelaufene Gutscheine für ein Fitnessstudio dabei gewesen sein. Damals hatte die Feuerwehr den Pass als Zeichen des Protestes zurückgegeben an die Stadt. „Aber da kam weder eine Reaktion noch eine Nachfrage“, wundert sich von Weyhe noch heute.

Er und die anderen wundern sich auch immer wieder, wenn die Besuche von Stadtoberen und Politikern auf den Jahreshauptversammlungen vorbei sind, wo diese zumeist Danke gesagt und warme Händedrucke verteilt haben. Denn da machten die Ehrenamtlichen stets auf ihre Sorgen und die Versäumnisse der Stadt aufmerksam und alle Ehrengäste hören zu – nur umgesetzt wird gar zu selten etwas.

Jahreshauptversammlung 2014

Aus dem Delmenhorster Kreisblatt vom 13.02.2014

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 13.02.2014

Doppelt so viele Einsätze und ein neuer Anstrich für das Gerätehaus

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 24.09.2013

Aus der Kreisausbildung der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt von Samstag, 14. September 2013

Sommerfest 2013

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt von Montag, den 02.09.2013
Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 25.08.2013

Wir haben neue Mitglieder

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 27.06.2013

Sommerfest 2013

Quelle: Delme Report vom 26.06.2013

Die OFW-Süd nimmt am 24h Lauf teil

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 15.05.2013

Gemeinsame Einsatzübung vom 23.04.2013

Jahreshauptversammlung 2013

Quelle: Kreisblatt am Sonntag vom 17. Februar 2013
Quelle: Weser-Kurier vom 14. Februar 2013

Die Ortsfeuerwehr Delmenhorst-Süd im Feuerwehrjournal

Jahreshauptversammlung vom 14. Februar 2012

Quelle: Weserkurier vom 16. Februar 2012 (aus der Online-Version)

http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/Delmenhorst/536434/Mehr-Dienst-fuer-Kameraden.html

Mitglieder der Ortsfeuerwehr Süd leisteten 5565 Dienststunden

 - 16.02.2012

Mehr Dienst für Kameraden

Von Tina Hayessen

Delmenhorst (sen). Insgesamt 5565 Dienststunden haben die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Süd im Jahr 2011 geleistet. Das teilt die kleinste im Stadtgebiet befindliche Ortsfeuerwehr anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung mit.

Im Vergleich zum Vorjahr sei das eine Mehrbelastung von 1465 Dienststunden, berichtet Ortsbrandmeister Sven Schneider und dankt allen Kameraden für ihren Einsatz. In seinem Jahresbericht führt er insgesamt acht Einsätze an. Das seien gegenüber dem Vorjahr zwar zwei Einsätze weniger, aber in anderen Bereichen würden die Anforderungen an die Kameradinnen und Kameraden stetig steigen. So habe die regelmäßige Aus- und Weiterbildung weiter an Bedeutung gewonnen. Der Ausbildungsstand innerhalb der Ortsfeuerwehr Süd verbesserte sich laut Schneider: Insgesamt absolvierten 40 Mitglieder erfolgreich Lehrgänge und Weiterbildungen für Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und Wechselladerfahrzeuge oder besuchten ein Fahrsicherheitstraining. Zusätzlich seien die Kameraden an außerdienstlichen Großveranstaltungen gefordert gewesen, etwa der Delegiertenversammlung des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes im Haus Adelheide und dem Landesentscheid der niedersächsischen Jugendfeuerwehren auf dem Stadiongelände an der Düsternortstraße. Die Auflistung der Mehrbelastung, betont Schneider, solle "nicht als scharfe Kritik aufgefasst werden, sondern soll allen Entscheidungsträgern unserer Stadt wieder vor Augen führen, dass man schon anhand der geleisteten 5565 Dienststunden von einem besonderen Ehrenamt sprechen kann". Erfreut zeigte sich Schneider über die gute Jugendarbeit, die stabile Mitgliederzahlen nach sich ziehe.

Bei der Jahreshauptversammlung wurden Dennis Spalka und Phillip Strodthoff zum Oberfeuerwehrmann befördert, Christoph Krusche zum Hauptfeuerwehrmann, Ralf Ridder zum Oberlöschmeister sowie Holger Wolfgram zum Hauptlöschmeister. Als Kassenwart wurde Michael Gierth wiedergewählt, sein neuer Stellvertreter ist Holger Hengst. Im Amt bestätigt wurde der stellvertretende Schriftführer Holger Wolfgram, neuer Kassenprüfer wurde Dennis Spalka.